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Mein Name ist Dominique Clarier. Ich bin die Autorin des Romans „Ovalyth“.
Seit frühester Jugend bin ich Fantasy- und Science-Fiction-begeistert. Besonders wichtig waren für mich stets die Fragen: Ist eine Geschichte spannend? Ist sie in sich logisch? Warum handelt eine Figur so und nicht anders?
Und nun habe ich selbst einen Roman geschrieben. Zugegeben: Das Thema “Empathen” ist nicht gerade alltäglich.
Was hat mich an diesem Thema gereizt?
Wir alle haben Freunde oder Bekannte, die genau spüren, in welcher Gemütsverfassung wir uns befinden. Selbst wenn wir versuchen, unsere Gefühle zu verbergen, können sie dennoch in uns lesen wie in einem Buch. Auf der anderen Seite gibt es Wonneproppen, denen man einfach nicht widerstehen kann, sobald sie ihre gute Laune versprühen. Wie durch Zauberhand scheinen sie ihre Stimmungen auf die Menschen in ihrer Umgebung zu übertragen. Daher fällt es uns auch besonders schwer, mit ihnen zusammen zu sein, wenn sie in düsterer Stimmung sind. Mein Roman beschäftigt sich mit der Frage: „Was geschieht, wenn empathische Fähigkeiten extrem verstärkt werden?” Mich interessieren die Konsequenzen, die so etwas hätte. Würde ein Empath seine Begabung einsetzen, um anderen zu helfen oder würde er die Macht, die sie ihm verleiht, ausnutzen? Wie könnte diese Macht im Zweifelsfall begrenzt werden?
Was hat mich auf die Idee gebracht, die Empathenregeln einzuführen?
Wenn jemand die Gefühle, die er aussendet, als Waffe einsetzen kann, muss man ein Regelwerk schaffen, das einen klaren ethischen Handlungsrahmen vorgibt. Die Empathenregeln schienen mit ein geeignetes Mittel zu sein.
Was kann ich Ihnen über meine Heldin verraten?
Als ihre empathischen Fähigkeiten zufällig entdeckt werden, schlittert Estella in eine Welt, die ihr völlig fremd ist. Anfangs will sie schnellstmöglich wieder zurück nach Hause. Als sie jedoch erkennt, wie dringend andere auf ihre Hilfe angewiesen sind, bleibt sie. Nachdem sie diese Entscheidung einmal getroffen hat, können ihr selbst die vielen Gefahren, die sie überwinden muss, nichts mehr anhaben.
Meine Heldin hat es nicht leicht.
Würde ich es ihr leicht machen, fände keine Entwicklung statt. Den Leser interessiert jedoch die Entwicklung einer Romanfigur. Auf der anderen Seite beschütze ich natürlich meine Heldin. Eigentlich kann sich ganz gut auf mich verlassen.
Der Roman handelt nicht nur von Empathen.
Es geht ebenso um die Ovalaner, die ursprünglich auf einem Planeten weit entfernt von der Erde lebten. Vor Jahrhunderten entwickelten sie außergewöhnliche mentale Fähigkeiten. Das führte zu einer geistigen Überlegenheit gegenüber dem Rest der Bevölkerung. Daraufhin wurden sie von ihrer Regierung als Bedrohung eingestuft. Schließlich wurden sie ausgebürgert und auf der Erde zwangsangesiedelt.
Die uralte Angst vor dem, was man nicht kontrollieren kann.
Die Angst ist ein bestimmender Faktor in unserem Leben. Das können wir nicht leugnen. Entscheidend ist jedoch, wie wir mit ihr umgehen. Lassen wir uns von ihr beherrschen oder überwinden wir sie? Opfern wir unsere Grundsätze, sobald wir uns bedroht fühlen, oder versuchen wir, auch weiterhin menschlich zu handeln? Meiner Meinung nach lässt sich an solchen Handlungsweisen die Entwicklungsstufe einer Gesellschaft ablesen.
Wie finden die Ovalaner sich auf unserer für sie fremden Welt zurecht?
Die meisten von ihnen passen sich schnell der neuen Situation an. Lediglich eine kleine Gruppe will unbedingt zur Heimat zurückkehren. Hierzu muss sie einen Korridor zwischen den beiden Welten öffnen, was äußerst gefährlich ist und schlimmstenfalls zur Zerstörung beider Planeten führen kann. Dieses Risiko nimmt die Gruppe jedoch in Kauf. Der andere Teil der Ovalaner versucht mit Hilfe der Empathen, unsere Welt zu beschützen. Der Konflikt, der entsteht, ist ein weiteres zentrales Thema des Romans. Darf man seine Ziele durchsetzen, wenn man die Sicherheit und das Leben anderer gefährdet? Heiligt der Zweck die Mittel?
Ich gebe der Ethik viel Raum.
Die Ethik führt in unserer Gesellschaft seit langer Zeit ein Schattendasein. Die einzigen Dinge, die heutzutage zu zählen scheinen, sind Geld und Macht. Viele Menschen sehnen sich danach, dass ethisches Handeln wieder mehr Bedeutung erhält. Ich muss zugeben, dass ich zu ihnen gehöre. Allerdings ist es wichtig, realistisch zu bleiben. Wir alle sind Zwängen unterworfen, die es uns schwer machen, unseren Idealvorstellungen gerecht zu werden. Wir sollten uns und andere nicht überfordern.
In erster Linie möchte ich unterhalten.
Meine Helden sind aus Fleisch und Blut. Sie haben ganz normale Probleme wie jeder andere auch. Sie lachen und scherzen. Ab und an zweifeln sie an sich und der Welt. Aber im Endeffekt halten sie zusammen und kämpfen gegen das Unrecht. Wie es sich für Helden nun einmal gehört.
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